Hingeschaut 2027
Hingeschaut! Gekommen, um zu bleiben?!
Wofür es sich lohnt, in den aufsuchenden Erziehungshilfen zu kämpfen!
Aufsuchende Erziehungshilfen gehören zu den anspruchsvollsten Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Fachkräfte begegnen Familien in Krisen, Unsicherheit und häufig auch in Situationen, in denen andere Unterstützungsangebote bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Sie arbeiten dort, wo Veränderung Zeit braucht, wo Vertrauen erst wachsen muss und wo neue Handlungsmöglichkeiten gemeinsam mit Familien entwickelt werden.
Die Rahmenbedingungen entsprechen dabei seit langem häufig nicht den Anforderungen, die qualifizierte Hilfen benötigen. Dennoch entscheiden sich viele Fach- und Leitungskräfte bewusst dafür, in diesem Arbeitsfeld zu bleiben.
Was macht diese Arbeit so bedeutsam? Was trägt dazu bei, auch unter schwierigen Bedingungen Zuversicht, fachliche Lebendigkeit und Engagement zu bewahren?
Im Fokus des 6. Fachtags der Reihe „Hingeschaut!“ steht die Frage, was Fachkräfte - und Leitungskräfte in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld der aufsuchenden Familienhilfe motiviert, sich weiterhin für Familien einzusetzen und was sie an kontextuellen und fachlichen Bedingungen brauchen, um auch zukünftig qualifiziert arbeiten zu können.
Im Dialog mit Wissenschaft, Praxis, Eltern und jungen Menschen mit Hilfeerfahrungen wollen wir diesen Fragen nachgehen. Dabei geht es nicht um die Anpassungsleistung einzelner Fach- und Leitungskräfte an aktuelle und zukünftige Herausforderungen, sondern um die Festschreibung der kontextuellen und fachlichen Rahmenbedingungen, die benötigt werden, um im Arbeitsfeld zu bleiben.
Was können Fach- und Leitungskräfte selbst beitragen? Was brauchen sie von Trägern, Jugendämtern, Verbänden und der Politik? Welche Formen der Zusammenarbeit stärken das Arbeitsfeld? Und woran würden Eltern und junge Menschen merken, dass Fachkräfte- und Leitungskräfte sich für sie und ihr Arbeitsfeld einsetzen?
Qualifizierte Hilfen brauchen Fachkräfte, die gute Gründe haben zu bleiben. Und Fachkräfte brauchen Rahmenbedingungen, die ihre Arbeit ermöglichen, wertschätzen und langfristig sichern.
Nur wenn wir uns gemeinsam bewegen, bewegt sich etwas!
Birgit Averbeck, Prof. Dr. Silvia Hamacher, Martina Helmes, Prof. Dr. Julia Hille, Tatjana Maingardt, Dr. Laura Stach, Tristan Steinberger & Elena Post

Das Programm
10.00 Uhr
Begrüßung und Start in den Tag
10.30 Uhr
Bleiben können statt durchhalten müssen.
Prekäre Professionalität und Handlungsmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe
Prof. Dr. Nikolaus Meyer
11.15 Uhr
Austausch in verschiedenen Formaten
11.45 Uhr
Vom Kommen, Bleiben und Gehen -
Systemische Perspektiven auf Zugehörigkeit, Sinn und Wirksamkeit“
Jule Thermann und Martina Helmes
12.30 Uhr
Mittagspause
13.15 Uhr
Poetischer Impuls
Jule Weber
13.30 Uhr
Du schaffst das!
Gelingende Hilfen aus Sicht von Familien
Eltern und junge Menschen als Expert*innen des Lebens im Dialog
14.15 Uhr
Workshops zu „Gekommen um zu Bleiben?! Wofür es sich zu kämpfen lohnt…
15.30 Uhr
Kurze Pause
15.45 Uhr
Auswertung zu zentralen Botschaften, fachpolitischen Forderungen und nächsten Schritten
16.45 Uhr
Ende der Veranstaltung
Eine Veranstaltung der

Der Fachtag ist eine Online-Veranstaltung im Rahmen eines politischen und fachlichen Qualitätsaufrufs für die ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien.
Sie wird durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF)
